Lied vom Vaterland, Das

Text: Wassili Lebedew-Kumatsch; Musik: Isaak Dunajewski

DAS LIED VOM VATERLAND

Vaterland, kein Feind soll dich gefährden!
Teures Land, das unsre Liebe trägt!
Denn es gibt kein andres Land auf Erden,
Wo das Herz so frei dem Menschen schlägt.

Von Amur bis fern zum Donaustrande,
Von der Taiga bis zum Kaukasus,
Schreitet froh der Mensch in unserem Lande,
Ward das Leben Wohlstand und Genuß.
Mächt’ge Kraft ist unserm Land entsprungen,
Mächtig wie die Wolga braust ins Meer.
Überall die Bahn frei unsern Jungen!
Überall dem Alter Schutz und Ehr!

Vaterland, kein Feind …

Herrlich liegt die Zukunft uns erschlossen.
Kühn erbaun wir unsre neue Welt.
Sagen wir das stolze Wort – Genossen – ,
Fühlen wir, was uns zusammenhält.
Nicht mehr Haß der Rassen und Nationen!
Gleiches Recht für jeden, der hier schafft!
Überall, wo unsre Völker wohnen,
Hat das Wort Genosse Klang und Kraft.

Vaterland, kein Feind …

Jeder darf am Tisch des Lebens weilen,
Jedem Ehre, dem Verdienst gebührt!
Unser Stalin schrieb ’s mit goldnen Zeilen,
Das Gesetz, das seinen Namen führt.
Diese Worte, strahlend wie Kristalle,
Bleiben stehn, dem Feinde zum Verdruß,
Unzerstörbar steht das Recht für alle:
Recht auf Arbeit, Bildung und Genuß!

Vaterland, kein Feind …

Atmet tief! Der Völker Frühlingsmorgen
Leuchtet hell, von Wolken ungetrübt,
Denn befreit von Sklavennot und Sorgen
Wuchs die Welt, die fröhlich lacht und liebt.
Aber drohn die feindlichen Banditen,
Wir sind da und wachsam und bereit.
Dieses Land, wir werden es behüten.
Unser Herz gehört ihm allezeit.

Vaterland, kein Feind …


Text: Wassili Lebedew-Kumatsch

Deutsche Fassung: Erich Weinert

Musik: Isaak Dunajewski

Zitiert nach Ernst Busch: Internationale Arbeiterlieder. Berlin (Lied der Zeit) 1952, S. 44-45. Als Ernst Busch fünfzehn Jahre später seine beiden Aurora Mappen zur Russichen Oktoberrevolution herausbrachte, wurde die Stalin-Strophe kurzerhand weg gelassen (vgl. Ernst Busch: Oktobersturm - Aufbau. Aurora 5 80 018/019).