Kampflied gegen den Faschismus

Text: Erich Weinert; Musik: Hanns Eisler

Wer zahlt das Geld für Hitler und seine Kompanie?
Das sind die Großprofitler der Kanonenindustrie.
Ihre Parole ist der Arbeitermord, sie singen vom blutigen Tag.
Setz dich zur Wehr, Du Arbeiterheer, hol aus zum Gegenschlag!

Weg mit dem Schwindel der Eisernen Front, den Betrügern am Proletariat
Uns hilft nur die Rote Einheitsfront aus Arbeiter, Bauer und Soldat

Heraus aus dem alten Wahne, die Einheitsfont marschiert

Unter der roten Fahne, die Sichel und Hammer führt.

Es schrein die Reformisten: Der Hitler darf nicht zur Macht!
Doch wer hat den Faschisten die Bahn erst frei gemacht?
Sievering verbot den Roten Frontkämpferbund, doch niemals die braune Armee
Drum Kampf angesagt, zum Teufel gejagt die Führer der SPD!

Weg mit dem Schwindel der Eisernen Front, den Betrügern am Proletariat
Uns hilft nur die Rote Einheitsfront aus Arbeiter, Bauer und Soldat

Heraus aus dem alten Wahne, die Einheitsfont marschiert

Unter der roten Fahne, die Sichel und Hammer führt.

Und drohn des Hitlers Horden, der Kampfbund steht bereit.
Dann ist es Schluss mit dem Morden,
dann kommt eine andere Zeit!
Wenn wir im Bund mit der Sowjetunion den Henkern das Handwerk gelegt,
Und die einige Kraft der Arbeiterschaft die braune Front zerschlägt

Weg mit dem Schwindel der Eisernen Front, den Betrügern am Proletariat
Uns hilft nur die Rote Einheitsfront aus Arbeiter, Bauer und Soldat

Heraus aus dem alten Wahne, die Einheitsfont marschiert

Unter der roten Fahne, die Sichel und Hammer führt.

 

Text: Erich Weinert
Musik: Hanns Eisler

Zitiert nach der Schellackplatte von 1932, erschienen auf Arbeiter-Kult. Auf der Rückseite der Platte befindet sich "Aufruf der Reichsleitung des Kampfbundes gegen den Faschismus, gesprochen von Reichsleiter Kamerad Jo Schlaffer".